Do not stand …

Do not stand at my grave and weep
I am not there. I do not sleep.

I am a thousand winds that blow.
I am the diamond glints on snow.
I am the sunlight on ripened grain.
I am the gentle autumn rain.

When you awaken in the morning’s hush
I am the swift uplifting rush
Of quiet birds in circled flight.
I am the soft stars that shine at night.

Do not stand at my grave and cry;
I am not there. I did not die.

~Mary Elizabeth Frye

Steh nicht weinend an meinem Grab.
Ich liege nicht dort in tiefem Schlaf.
Ich bin der Wind über brausender See.
Ich bin der Schimmer auf frischem Schnee.
Ich bin die Sonne in goldener Pracht.
Ich bin der Glanz der Sterne bei Nacht.
Wenn du in der Stille des Morgens erwachst,
bin ich der Vögel ziehende Schar,
die kreisend den Himmel durcheilt.
Steh nicht weinend an meinem Grab,
denn ich bin nicht dort.
Ich bin nicht tot. Ich bin nicht fort.

Joyce Fossen

Weinet nicht an meinem Grab um mich;
Ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.

Ich bin der Wind über dem See,
Kristallglitzer auf dem Winterschnee.
Ich bin am Tag das Sonnengold,
ich bin der Regen herbstlich hold.

Ich bin das tiefe Himmelsblau,
der schöne, frische Morgentau.
Sucht mich und blickt im Dunkeln in die Ferne –
bei Nacht bin ich das Funkeln der Sterne.

Zündet für mich eintausend Kerzen an,
und vergeßt mich nie – keine Sekunde lang.
Steht nicht am Grab, die Augen rot.
Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.

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Wenn ich einmal ……..

Warnung – Jenny Joseph

Wenn ich einmal eine alte Frau bin, werde ich Purpur tragen,
zusammen mit einem roten Hut, der nicht dazu passt und mir nicht gut steht
und ich werde meine Rente ausgeben für Cognac und Sommerhandschuhe und Sandalen aus Satin.
und ich werde sagen: “Für Butter haben wir kein Geld.“

Ich werde mich auf den Bürgersteig setzen, wenn ich müde bin,
und Gratisproben in den Geschäften verschlingen
und Alarmglocken läuten
und meinen Stock gegen die Zäune der öffentlichen Anlagen klappern lassen
und Schluss machen mit der Angepasstheit meiner Jugend.

Ich werde in meinen Hausschuhen in den Regen rausgehen
und Blumen pflücken, die in anderer Leute Gärten wachsen und lernen zu spucken.

Man kann dann die schrecklichsten Blusen tragen und richtig dick werden und drei Pfund Würstchen auf einmal aufessen oder eine Woche lang sich von Brot und sauren Gurken ernähren,
und Bleistifte und Kulis und Bierdeckel und anderen Kleinkram horten.

Aber jetzt müssen wir vernünftige Kleider haben, die uns trocken halten und unsere Miete zahlen und keine Schimpfwörter auf der Straße benutzen und gute Vorbilder für die Kinder sein, wir müssen Freunde zum Essen einladen und die Tageszeitung lesen.

Aber sollte ich vielleicht nicht jetzt schon ein bisschen üben, damit die Leute, die mich kennen, nicht zu schockiert und überrascht sind, wenn ich plötzlich alt bin und anfange Purpur zu tragen ??